Gitarrenorchester On Tour: Schweiz 2002

 

 

Probenwochenende 2002/Rothenburg ob der Tauber
Barcelona in Mosbach 2002
Barcelona 2001
Norwegen 2000
Barcelona 1998

Obladi Oblada
Whem I'm 64
Little Fairies
Wonderful Tonight

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Schweizer begeistert und Holländer inspiriert

gitarrenorchester.de der Musikschule Mosbach lässt mit ungewöhnlichem Sound aufhorchen – Vier Konzerte im Rahmen der Schweiz-Tour

Hohe Wertschätzung genießt die Musik des Mosbacher „gitarrenorchesters.de“ unter der Leitung von Michael Diedrich in der Schweiz. So wundert es nicht, das Orchestermitglieder auf den Straßen von Menziken, Aarau und Yverdoon, in denen sie vier Konzerte im Rahmen des 7. Europäischen Jugendmusikfestivals und der schweizerischen EXPO spielten, immer wieder von Konzertbesuchern auf dieses nicht ganz alltägliche Orchester angesprochen wurden.

Zusammen mit 5000 jungen Musizierenden aus 27 europäischen Ländern weilte das Gitarrenorchester in der Schweiz, um mit 2500 Schweizer Jugendlichen beim Europäischen Jugendmusikfestival kulturelle und geografische Grenzen zu überwinden und gemeinsame zu musizieren. Das Können und die Kreativität der anderen Musiker spornte die jungen Menschen an, Unterschiede trennten dabei nicht, sondern regten zum Austausch und zur gegenseitigen Bereicherung an.

Untergebracht mit zusammen mit zwölf eiteren Orchestern aus ganz Europa in der Kaserne von Aarau waren die Stimmung, die Zimmer und das hervorragende Essen für die Mosbacher Gäste annähernd perfekt. Schon bei den ersten Proben in der Kaserne wurde deutlich, das neben der Vielzahl an Big-Bands und andern lautstarken Ensembles erst der eher intim klingende Gitarrensound die musikalische Vielfalt komplettiert. Ähnlich dem „Chill out“ nach einer durchtanzten Nacht findet auch dieser filigranere Sound seine zahlreichen Fans.

Das erste Konzert in der Kirche von Menziken war ein stimmungsvoller Auftakt zu den noch folgenden Konzerten. Die Musik und die Präsentation der Mosbacher Gitarristen gefiel so gut, die Zuhörer waren so begeistert von der Idee eines Gitarrenorchesters, das der Schulleiter einer Musikschule aus Holland das Ensemble nach Holland einlud, um dort bei der Gründung eines eigenen Orchester Pate zu stehen.

Zwei Konzerte folgten in dem herrlichen Saalbau in Aarau im Rahmen des Stadtfestes. Somit war für ein zahlreiches Publikum gesorgt, vielfältige Kontakte konnten zwischen den Konzerten geknüpft werden, da Mosbach auch in der Schweiz kein weißer Flecken auf der Landkarte darstellt. Immer wieder konnten die Musiker hören: Mosbach kenne ich, da waren wir doch zur Landesgartenschau. Und schon gab es unzählige Anknüpfungspunkte für zahlreiche Gespräche.

Mit einer Vielzahl an Oktavgitarren, Gitarren, Bassgitarren, Flöten und Schlagzeug ging es dann mit dem Zug zur EXPO nach Yverdoon zum vierten und letzten Konzert der Schweiz Tour 2002. Mit der internationalen Weltausstellung gleichen Namens hat die schweizerisch nationale Landesausstellung nichts zu tun. Vielmehr versucht seit 1883 jede Generation mit dieser Ausstellung Rechenschaft über Leben und Lebensgefühl der Eidgenossen abzugeben. 2002 soll dabei ihre Geschichte kritisch hinterfragt und ihre Rolle in der internationalen Gemeinschaft und ihre Öffnung zu ihr hervorgehoben werden. Nach dem Besuch der futuristisch anmutenden Installationen am See von Yverdoon fand in den Abendstunden dann das Abschlusskonzert auf der Hauptbühne vor einer zahlreichen und begeisterten Zuhörerschaft statt. Zudem wurde dieses Highlight noch von dem PA-Team professionell mitgeschnitten, so dass es jetzt auch noch einen Livemitschnitt auf CD von diesem eindrucksvollen Konzert gibt.

Das musikalische Programm des gitarrenorchester.de spannte einen musikalischen Bogen mit tänzerisch groovenden Rhythmen bis zu stimmungsvoll swingenden Melodien. Den Anfang machte der verträumte und dennoch vorwärts treibende „Dance of the little Fairies“. Dann folgten die „Irish Dreams“, eine stimmungsvolle Suite mit irischen Melodien, die von den beiden Querflötistinnen Helen Schwarz und Simone Schäfer erst recht ins rechte musikalische Licht gesetzt wurden. In der folgenden "Suite Latina" wurde dann der Percussionist Carsten Merz gefordert, da die Lateinamerikanischen Rhythmen einen versierten und vorwärtstreibenden Rhythmus verlangen. In den anschließenden Bearbeitungen von Beatles Songs wurde es dann richtig populär, das Publikum schnipste, klatschte, wippte und sang mit und ließ sich von der unbändigen Spielfreude und dem immer währenden Spaß des Orchesters anstecken. Charakteristisch und für alle Musiker beeindruckend, mit welchem Temperament die Schweizer Zuhörer sich an der Ensembleleistung begeistern konnten. Laute, natürlich auch verbal gerufene Beifallskundgebungen in den vollbesetzten Konzerten waren keine Seltenheit. Dies beflügelte die Musiker des Gitarrenorchesters natürlich zu Höchstleistung. Mit den beiden Zugaben „Wonderful Tonight“ und „Stand by me“ fand jedes der Konzerte ein passendes Ende.

Dankenswerterweise konnte die Tournee des Orchesters nicht nur in Ton- sondern auch in Bilddokumenten festgehalten werden, da das Fotogeschäft Kapferer unentgeldlich eine Digitalkamera zu Verfügung gestellt hat, und die Ergebnisse in Form eines Tourtagebuches im Internet einzusehen sein werden.



 

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